1. Zeit zum Konservieren
  2. Community 
  3. Prozess Umweltinstitut
  4. Kulturtips 
  5. Netzwerknewsletter

 

Hallo liebe Solawist*innen und Solawi-fans,

 

Es ist unübersehbar: das wars jetzt mit dem Sommer! Daran konnte auch der September nichts ändern, obwohl er der wärmste in den Aufzeichnungen des Copernicus Climate Change Service war! Aber er war durchaus nicht der einzige - schon der Januar und der Mai waren die wärmsten ihrer Reihe und jeder andere Monat dieses Jahres gehörte zu den 4 wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Aber das sag mal Donald Trump….

 

 

  1. Und was machen Solawisten im Herbst? - Einlagern und Konservieren

 

Ab morgigen Samstag 10.11. werden auf dem Hollerhof viele Hände gebraucht, um das Lagergemüse für den Winter zu ernten. Rotkohl, Rote Bete, Winterrettich, Steckrübe, Kohlrabi und Sellerie sollen in den Kühlraum, wo sie vor Mäusen, Rehen oder eventuellen Frösten sicher sind. Wer also noch keine anderen Pläne hat, kann gerne vorbeikommen und das eine oder andere Stündchen mit anpacken.

 

Auch eine Arbeitsgruppe zur Herstellung von Sauerkraut hat sich wieder gefunden, die Hildegards 160l-Topf mit gehobeltem Filder- und Weißkohl vollstopfen wird. Wer noch große Sauerkrauttöpfe zu verleihen hat, möge sich bei Hildegard melden - es ist viel Kohl da und nicht sicher, dass alles in den Topf passt. Ob noch Platz für eine Teilnahme ist, ist ebenfalls bei Hildegard zu erfahren.

 

Nix für den Topf sind diese Kerne aus dem Kürbis vom letzten Freitag - aber zum „snacken" waren sie super! 

Also beim nächsten Kürbis unbedingt drauf achten, ob die Kerne knabberrelevante Größe haben - verlesen, waschen.. fertig - oder leicht salzen und antrocknen lassen
 
 
2. Community
 
Beim Abernten der Tomaten fallen in der Regel unreife grüne an, die auf keinen Fall roh gegessen werden können. Für ihre Verarbeitung hat Birte ein leckeres Chutneyrezept aus grünen Tomaten bei Chefkoch gepostet. Die Mitglieder unserer Signal“-Gruppe haben es direkt bekommen - wer Infos mit anderen Mitgliedern teilen will, kann jederzeit der Gruppe beitreten - 42 sind schon dabei. 
 
Einer wird die Gruppe - und damit uns - allerdings in Kürze verlassen: Sebastian. Am 31.10. läuft sein Vertrag aus und tatsächlich hat er schon ein neues Projekt im Auge, den Aufbau einer Solawi in der Nähe von Heilbronn, näher an den alten Freunden und an der Familie. Natürlich wird er in Ruhe packen und nicht am selben Tag davonstürzen - trotzdem danken wir ihm schonmal „fristgerecht“ und von Herzen für seine Arbeit, sein Engagement und das tolle Gemüse, mit dem er uns versorgt hat. 
 
Hildegard hat bereits die Fühler ausgestreckt und sich an eine Nachfolge herangetastet - doch davon mehr, wenn es spruchreif ist.
 
 
3. Update zum Prozess gegen Umweltschützer
 
Nachdem es kurzzeitig so aussah, als ob öffentlicher Druck zu einer Zurücknahme der Anzeigen gegen den Agrarexperten des Münchner Umweltinstituts Bär und den Buchautoren Schiebel führen würde (info letzte Hofnachrichten), ist nunmehr klar, dass der Südtiroler Landrat in Union mit 1000 Landwirten an der Verleumdungsklage festhalten. (Hier geht’s zum Umweltinstitut und mehr Infos zur Sache). Anlass für das Aufrechterhalten der Klage war die Ankündigung, die Spritzbücher von 1000 Südtiroler Apfelbauern auszuwerten und das Ergebnis zu veröffentlichen. Am nächsten Prozesstermin, dem 22.10.2020, wird entschieden, ob weitere Personen angeklagt werden sollen, weil sie den hohen Pestizideinsatz in den Apfelplantagen angeprangert haben. Die Angeklagten stellen sich auf jahrelange Prozesse ein, für die sie mit bis zu 100 000 Euro Kosten rechnen - wer also noch etwas Geld locker hat, kann es in die Verteidigung der Meinungsfreiheit stecken und den Prozess unterstützen.
 
 
4. Kultur und Politik
 
Tip eins von Frank ist ein Feature auf Deutschlandfunk Kultur  Heiner verschenkt seinen Bauernhof - über einen Bauern, der seinen Hof im Gesamtwert von rund anderthalb Millionen Euro verschenkt mit der einzigen Bedingung: der neue Besitzer muss den Hof ökologisch bewirtschaften.
 
Tip zwei ist von mir: es gibt noch einen Platz in der Sonntagsmatinee am 11.10. um 11 Uhr für den Film LAND DES HONIGS. Eine Anmeldung ist erforderlich. 0151 678 210 23
 
Save the date: Michael weist auf das nächste Suppentopfpalaver hin - schon mal vormerken 16.11.2020 - es gibt einen Impulsbeitrag zum Thema ARTENSTERBEN von Jutta Sundermann - und anschließend ein Gespräch bei Suppe - Details kurzfristig
 
 
5. Neues aus dem Netzwerk
 
findet ihr im Solawi Rundbrief - u.a. den Hinweis auf die Webbinar-Reihe AUFBAUENDE LANDWIRTSCHAFT - die Reihe beginnt am 15.10. und wird dann wöchentlich jeweils donnerstags um 20 Uhr fortgesetzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 79,90 für alle 10 Veranstaltungen - klingt absolut spannend...
 
Das wars für heute,
solawische Grüße
Ulrike
 
  1. Herbstgemüse
  2. Tag der Regionen
  3. Umweltinstitut vor Gericht
  4. Der Kopf isst mit -Filmtipps
  5. Rundbrief
  1. Herbstgemüse

Der Herbst ist in Sicht - darüber kann auch akut hereinbrechendes Badewetter nicht mehr hinwegtäuschen. 

 

 

Nicht nur die langen Schatten auf den Wiesen, sondern auch die Blätter von Gurken und Tomaten signalisieren das kommende Ende des Sommers, mitsamt seiner Gemüsekulturen. Mit den Gurken ist es bereits vorbei und die Menge der Tomaten nimmt rapide ab. Auch die wärmeliebenden Spinatsorten sind durch und der einheimische Spinat wieder vorn. Da klappt es dann auch leichter mit der Wiedererkennung - Reif zum Verteilen sind ebenfalls die Kürbisse und der Staudensellerie, da könnt ihr schonmal die Rezepte rauskramen.

Und für Interessierte hier noch ein Link zum Schnellkäfer, dessen Larven sich in unsere Kartoffeln verbohrt haben.

 

  1. Tag der Regionen

Da momentan nix ist, wie es war, findet der Tag der Regionen in diesem Jahr auch nicht wie gewohnt auf dem Gelände der Bassumer Freudenburg statt, sondern dezentral. Für die Solawi Hollerhof ist das eine tolle Möglichkeit, sich umfassender zu präsentieren, als das auf den Märkten möglich war. Mit dem „Tag der offenen Hofpforte“ zeigt sich die Solawi als kreative Gemeinschaft.  Neben Infos und Führungen stellen Solawist*innen ihre eigenen Werke aus: Kunst und Kunsthandwerk, aus Beton, Metall und Holz, auf Leinwand und auf Fotopapier. Interessierte können Hof und Acker besichtigen und das Gemüse als Aufstrich auf selbstgebackenem Brot probieren.  Den Flyer findet ihr angehängt – gerne weiter verschicken.

 

  1. Umweltinstitut vor Gericht

seit 2015 brandet in Südtirol ein verbissener Kampf um den Einsatz von Pestiziden, in dem der heutige 15.September ein trauriger Tag ist. Heute war der erste Prozesstag in einem Verfahren gegen Karl Bär, den Agrarexperten des „Münchner Umweltinstitut“. Wegen seiner Kampagne gegen den hohen Pestizideinsatz in den Apfelplantagen wurde er vom Südtiroler Landesrat in Union mit 1300 Landwirt*innen wegen übler Nachrede angezeigt. Zusammen mit ihm auf der Anklagebank sitzt Alexander Schiebel, der Autor des Buches „Das Wunder von Mals“, in dem die Geschichte eines Dorfes erzählt wird, das sich in einer Volksbefragung zu 76% für ein Pestizidverbot auf Gemeindegebiet entschied.

Wer sich für für den Fall interessiert, findet weitere Details hier.

  

  1. Der Kopf isst mit und Kulturtipp 

In Fortsetzung unseres Bemühens, den Solawi-Stammtisch coronaconform (schönes Wort;)) zu ersetzen, werden wir am 29. September einen Film von Anne Andersen zeigen, in dem sie den Existenz-Nöten, aber auch den Ideen und Hoffnungen von Imkern und Landwirten nachgeht. Anschließend steht die Regisseurin für ein Gespräch zur Verfügung – sie reist extra für uns aus Mecklemburg Vorpommern an. Der Eintritt ist für Solawist*innen frei – ein Interview der taz mit Anne Andersen zu ihrem Film findet ihr hier. Bitte unbedingt anmelden, wegen des coronaconformen Aufbaus. 

Der Kulturtipp von Ulrike (es dürften gerne auch mal andere ist der deutschlandweite Dokumentarfilmtag am 19.9.2020. Der Kulturverein Stadt.Land.Fluss ist mit einem interessanten und unterhaltsamen Programm dabei. Anmeldung ist auch hier erforderlich – Tel 0151 678 21023

  

  1. Am Schluss wie immer der Link zum Rundbrief aus dem Solawi-Netzwerk mit Informationen zur Herbsttagung und einem update zum Solawi-Filmprojekt- mindestens eines unserer Mitglieder hat für das Film-Projekt gespendet...

Solawische Grüße

Ulrike

 

  1. Tomaten und so
  2. Stammtisch und Film
  3. Essen was die Solawi hergibt
 
 
Liebe Solawist*innen,
 
1. Tomaten und Beikraut
 
Mehr als 700 kg Tomaten haben die Helfer*innen bei den letzten beiden Ernten von den Sträuchern geholt - die Menge des Schweißes, den sie dafür gelassen haben,  ist zweifelsfrei in Litern zu messen, denn die Temperatur im Folientunnel ist durch Lüften nicht mehr zu beeinflussen, wenn schon draußen 30 Grad herrschen. Aber auch das Bohnenpflücken war bei dem Wetter grenzwertig und nix für den schwachen Kreislauf. Wir wissen euren Einsatz zu würdigen - die sind wirklich superlecker !!
 
Während es mit den Tomaten erstmal noch weitergeht, sind die  Gurken allmählich ausgepowert und das Ende der Gurkenschwemme ist in Sicht. Perfekt jedoch ist das Wetter für die Zwiebelernte - die erste Fuhre dürfte schon fast abgetrocknet sein. 
 
Ein Kampf ist leider um den Kohl entbrannt - ob die Motte siegen wird oder Sebastian, ist noch nicht ausgemacht. Wir drücken die Daumen - nicht ganz uneigennützig
 
 
Eigentlich war genug Beikraut für alle da 
 
 
2. Stammtisch und Film
 
Einige Mitglieder vermissen den Solawi-Stammtisch und wir haben hin und her überlegt, welche Art von Treffen wir anbieten könnten. Da die Bildungsreihe DER KOPF ISST MIT ja Teil der des Stammtisches war und wir gerade unsere neue Leinwand aktiviert haben, möchten wir erstmal mit dem Kopf anfangen und zum nächsten Stammtischtermin am kommenden Freitag einen Dokumentarfilm zu zeigen.
 
UNSER TÄGLICH BROT - Film
14.8.2020
19 Uhr bei Hibbelers
 
Der Film von Nikolaus Geyrhalter hat zahlreiche internationale Preise erhalten, vermutlich nicht zuletzt wegen seiner ungewöhnlichen Machart. Geyrhalter zeigt die Seelenlosigkeit der industriellen Lebensmittelproduktion in ästhetischen, fast poetischen Bildern, ohne Kommentar, ohne Erklärung, ohne Anklage. Er macht fühlbar, was falsch läuft, mit stillen Bildern, die in langen Einstellungen dahinfließen, faszinierend und beängstigend zugleich.  
 
ANMELDUNG IST ERFORDERLICH! — Damit wir unter Einhaltung der Abstandsregeln aufbauen können, müssen wir wissen, wieviele Personen aus wieviel Haushalten teilnehmen - daher bitte anmelden bei UlrikeDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  — der Eintritt ist frei.
 
 
3. Essen was die Solawi hergibt
 
Für diejenigen, denen das Zusammentreffen beim Essen wichtig ist, gibt es demnächst eine Gelegenheit in der "Bar dü Mar" in Hüde. Unter dem Titel ESSEN, WAS DIE SOLAWI HERGIBT wird ein 3-Gänge-Menü serviert, zu dem die Mitglieder der Solawis Tomtehof und Hollerhof eingeladen sind, sowie die Mitglieder von Slow Food Diepholz. 
 
Drei-Gänge-Menü (was auf den Tisch kommt, entscheiden die Köche 3 Tage vorher)
28,- Euro, Getränke extra
23.8.2020 - 17:30 Uhr
Bar dü Mar
Hüde
 
Die Anzahl der Gäste ist auf 40 begrenzt und eine ANMELDUNG BIS 17.8.2020 erforderlich. Per mail an Wolbert Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - oder Tel. 05441 / 9756999
 
Weiter Details zur Einladung findet ihr im angehängten pdf.  
 
 
Solawische Sommergrüße
Ulrike
 
 
 
 

 
 
WER DIE HOFNACHRICHTEN NICHT MEHR BEKOMMEN MÖCHTE, SCHICKE BITTE EIN RÜCKMAIL MIT BETREFF ABMELDEN
 
 
Solawi-Sozialleben
2. Ohne Fleiß, kein Preis 
3. Solawi Filmprojekt OS 
4. Der Kopf isst mit 
5. Kulturtips und Hinweise von Mitgliedern
6. Rundbrief aus dem Netzwerk
 
 

Liebe Solawist*innen und Fans des guten Gemüses, 

 
Nun haben wir endlich die richtige Mischung aus Wärme und Wasser, das Gemüse sprießt, das Beikraut in den Möhren und Zwiebeln auch. Aber gegen den  unermüdlichen Einsatz der Helfer*innen hat das Kraut keine Chance, im Namen von uns allen: VIELEN DANK FÜR EURE ARBEIT . 
Der längste Tag des Jahres rückt näher —  und das unterscheidet ihn bedauerlicherweise von unserm Sommerfest. 
 
1. Solawi-Sozialleben
 
Die Willkommens-Party für unsere neuen Mitglieder, die monatlichen Stammtische, die längst fällige Mitgliederversammlung…. — ist alles der Pandemie zum Opfer gefallen. Für manches jedoch gibt es eine Lösung: 30 Solawist*innen haben sich schon bei Signal angemeldet (Geheimdienstfreie Alternative zu WhatsApp ) und nehmen auf diese Weise teil am Austausch von schönen Fotos vom Solawi-Acker, von Tipps und Rezepten zur Gemüseverwendung oder was sonst andere Mitglieder teilen möchten. Wer also Lust auf etwas mehr Kennenlernen hat und in die Gruppe aufgenommen werden möchte, schicke bitte diesen Wunsch an Mecky oder mich — oder jemand anderen, der/die schon drin ist
 
 
2. Ohne Fleiß, kein Preis
 
… und trotz Fleiß auch kein Preis - jedenfalls nicht für uns, denn mit unserer Bewerbung für den Nord-West-Award hatten wir leider keinen Erfolg. Neidfrei gratulieren wir den 4 Projekten, die aus 100 Einreichungen ausgewählt wurden.  Immerhin haben wir den Wettbewerb mit unser Bewerbung "bereichert", wofür man sich sehr herzlich bei uns bedankt. Man wünscht uns und unserem Projekt alles erdenklich Gute - und hier  die Gewinner
 
Wir finden uns jedenfalls weiter preisverdächtig und haben uns für den Agenda-Preis 2020 beworben
 
 
3. Filmprojekt Solidarische Landwirtschaft
 
Junge Osnabrücker Filmemacher planen ein Projekt über die Solidarische Landwirtschaft und haben zur Finanzierung des Films eine crowd-funding Aktion gestartet. Je nach Spendensumme gibt es unterschiedliche Dankeschöns - wer 300 Euro spendet, kann den Regisseur Philipp Petruch für einen Abend zum Bekochen und Bewirten für sich und maximal 15 Gäste buchen. Eine lustige Idee — müsste man nur noch wissen, wie gut Philipp kocht
 
Wer Lust hat, den Film zu unterstützen, sollte sich jedenfalls beeilen, da die Crowdfunding Aktion am 15.6. abläuft. Details unter https://www.startnext.com/de/ernte-teilen
 
 
4. Stammtisch - Der Kopf isst mit
 
Unser Stammtisch ist leider bis auf Weiteres ausgesetzt, da Hibbelers sich nicht in der Lage sehen, die notwendigen Maßnahmen durchzusetzen
Ein Stammtisch an 10 verschiedenen Tischen ist auch nicht wirklich ein Stammtisch und wir freuen uns auf andere Zeiten. 
Die Sammlung von 15 Gemüseportraits zur Reihe DER KOPF ISST MIT steht für Interessierte ab heute online: http://hibbelers.de/der-kopf-isst-mit/  - vielleicht ist ja etwas Inspirierendes dabei.
 
 
5. Der Mitglieder-Tip 
 
 
— und das Foto eurer Tomaten von Uli
 

6. Netzwerk

Am Schluss wie immer der Link zum Rundbrief aus dem Solawi-Netzwerk. Auf Seite 10 findet ihr Details zum Forschungsprojekt TRANSFORMATION DURCH GEMEINSCHAFT der Uni OS und hier den Link für die Teilnahme.

Solawische Grüße
Ulrike
 
 
Ulrike Westermann
Rechtern 6
49406 Barnstorf
 
 
 
 
1.    Einsatztag und Sommerwetter
2.    Anbauberatung - ProfiLob für Sebastian
3.    Keine Angst vor guter Ernte
4.    Netzwerk Rundbrief - Solawi gegen Rechts
5.    Kultur- und andere Tips von Mitgliedern
 
Liebe Solawist*innen,

1.

Die Ferien sind in Sicht und wetteronline zeigt den ersten Ferientag als Anfang einer steilen Temperaturkurve nach oben.  So wird es vielleicht doch noch was mit Sommerwetter und Baden (in letzter Zeit war’s ja mehr zum Duschen ;)) Auf jeden Fall freuen sich die Gärtner*innen, dass sie wieder mit trockenen Klamotten und ohne kiloschwere Erdklumpen an den Schuhen vom Acker kommen. 

Der Einsatztag am gestrigen Samstag war schon ein Vorgeschmack auf schlammfreie Zeit, und die großen und kleinen Helfer*innen konnten Lagermöhren, Kohl und Buschbohnen vom Unkraut befreien. Das war teilweise gut gediehen, so dass es auch für die Kinder gut zu identifizieren war und sie prima mitgeholfen haben. Bei bester Stimmung wurde den Gemüsekulturen in den Reihen wieder Vorrang verschafft - ein paar zusätzliche Reihen hätten allerdings noch Platz für Einsatzwillige geboten - aber das ist ja der Gartenarbeit immanent: mehr geht immer
 

2.

Profi-Lob für Sebastians Arbeit erteilte der Anbauberater vom Bioland Verband.  Sandböden wie unsere sind nicht eben prädestiniert für Gemüseanbau, insbesondere nicht für Starkzehrer wie Kohl, und die von Sebastian produzierte Qualität fand der Berater daher beachtlich. Die Makellosigkeit der Erbsen war ihm sogar ein Foto wert... - und Birte auch



Ansonsten betrifft die Anbauberatung eher die weniger schönen Sachen, wie die weiße Fliege in Tomaten und andere Nervensägen, die einem Gemüsegärtner den Schlaf rauben können. Als Unterstützung für Produzenten bietet Bioland ein Rundum-Paket mit Info-Rundbrief zu Fragen wie Nährstoffversorgung und Schädlingsbefall, aber auch zu Lagerung, Förderungen u.a. Themen, inklusive einer Begutachtung vor Ort, was eine gute Begleitung und bei Problemen eine große Hilfe ist.


3.

Neben der Qualität ist auch die Menge unserer Ernte abhängig von zahlreichen Faktoren zwischen Wetter, Zustand des Bodens und dem mühsamen In-Schach-halten von Schädlingen. Was wir zur Zeit ernten, fällt unter „gute Zeiten“ und das kann auch schon mal mehr sein, als man benötigt. Überschüsse sind das, was üblicherweise auf dem Acker zurück bleibt, während es in der Solawi an die Mitglieder weitergegeben wird — zusammen mit der Frage: was tun mit dem, was ich nicht essen kann? Wer keine Nachbarn, Freunde oder Hühner zum Teilen hat und auch nicht konservieren will, darf Überschüsse auch mal ohne schlechtes Gewissen durch Kompostieren zurück in den Kreislauf der Natur geben, bevor er/sie sich damit plagt - Also Angebot genießen und nicht die Freude mit den eigenen Ansprüchen verderben!

 
4. 
 
Den aktuellen Netzwerk Rundbrief erhaltet ihr ab heute als pdf angehängt. Beachtenswert in dieser Ausgabe sind die Ackercrowd und die Initiative Solawi gegen Rechts. Die Arbeitsgemeinschaft  AG Rechte Tendenzen,  hat sich bereits auf dem Solawi-Netzwerktreffen 2016 gegründet und will der Vereinnahmung solidarischer, gemeinschaftlicher und ökologischer Ideen durch rechte Initiativen entgegenwirken. Die Distanzierung von Gruppen mit völkischem oder nationalistischem Hintergrund, wie etwa dem Anastasia-Kult und völkischen Siedlern, soll mehr in die Öffentlichkeit getragen werden. Auch Dreschflegel hielt eine Distanzierung in diese Richtung für notwendig und hat eine eigene Positionierung abgegeben.
 
 
5. Kultur- und andere Tips
 
ja genau: schickt gerne mal welche… ;)
 
Kulturtip von Ulrike:
Spargelerbsen kann man auch gut aus Dekorationsgründen kultivieren ;)))

 
 

 

hallo liebe Solawist*innen,

 
Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende trotz ausgefallener Solawi-Party - offenbar backen ja grade alle ihre Pizza selbst… - zumindest lässt die Hefeknappheit darauf schließen. Grade kann man ja viel über Kulturen lernen - wenn die Franzosen Wein angeblich hamstern, die Holländer Gras (oder ist das nur die übliche Nachrede) und wir Klopapier und Hefe… - da kommt man doch leicht ins Grübeln...
 
Am vergangenen Freitag haben unsere neuen Mitglieder zum ersten Mal Gemüse bekommen und ich hoffe, alle konnten es inzwischen identifizieren. Da wir eine hohe Vielfalt anbauen und damit auch Gemüse, die man nicht aus dem Supermarkt kennt, führt das gelegentlich zu Rätselraten. Spinat und Asiasalat habt ihr sicherlich erkannt, zum Postelein gab es Nachfragen. Deshalb habe ich euch das Gemüseblatt zu Postelein unseres - leider vorläufig letzten - Stammtisches vom 13.3. angehängt und- da es grade viele Möhren gibt- das Möhrenblatt dazu.
 
Inspirierende Eigenkreationen oder leckere Entdeckungen könnt ihr gerne anderen Mitgliedern zugänglich machen. Auf der Forumsseite https://www.solawi-hollerhof.de/images/pdf/Rezepte.pdf ist das möglich, dort könnt ihr auch schauen, was den Mitsolawist*innen so eingefallen ist.
 
Auf dem Hof gibt es grade viel zu pflanzen und zu pikieren und das "Beikraut“ kennt auch keine Corona-Pause. Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft mit ihren Saisonarbeitskräften, die jetzt nicht mehr so einfach kommen können, ist unser Setting krisenfest. Um den Kontakt der Helfer*innen untereinander gering zu halten, wurden 3 Einsatztage anstelle von 1 beschlossen, so dass weniger Freiwillige zur gleichen Zeit arbeiten. Die Freitagsgruppe hat die Stühle am Frühstückstisch ein wenig auseinander gerückt und beim Ernten wird auf Hygiene geachtet - deshalb werden auch die „Salattücher“ wieder eingesammelt und zentral gewaschen, so dass sie nicht aus vielen Haushalten kommen.
 
Ich spreche sicherlich für Alle, wenn ich hier mal ein herzliches Dankeschön an Sebastian und unsere Freitagsgruppe und alle Helfer*innen richte - 108 Ernteanteile sind eine Riesenmenge Arbeit und die aktuelle Situation macht’s nicht eben einfacher. Die neue Technik, abends aus dem offenen Fenster zu klatschen bringt ja auf dem Lande nix…
 
Daher hier stellvertretend für alle 108 :
 
Ein Rest Sozialleben wird aber unter den Aktiven aufrechterhalten, was Birte auf einem schönen Schnappschuss festgehalten hat. Wenn die Krise überstanden ist, wird die Runde unterm Walnussbaum wieder das soziale Herz der Solawi für Alle werden. Bis dahin freuen wir uns über das leckere Gemüse. 
 
Nicht freuen können wir uns über das Finanzamt, dass erneut die Gemeinnützigkeit abgelehnt hat. Aber davon demnächst mehr…, das besprechen wir morgen auf einer Vorstandsatzung - erstmalig per Videokonferenz corona- und autofrei
 
Und am Schluss noch der Link zum newsletter aus dem Netzwerk Solidarische Landwirtschaft.
 
Angehängt findet ihr ein Bild zum Freuen und Gemüseinfos zum Lesen,
bleibt gesund !
Solawische Grüße
Ulrike
 
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