Am Freitag, den 16. November 2018 hatte die Solawi zum Sauerkraut-Workshop eingeladen.
Es waren 180 kg Weißkohl zu verarbeiten.



Frau und Herr Dehmel waren die Referenten.
Hier erholen sie sich gerade von der schweren Arbeit.






Bei der Herstellung von Sauerkraut haben wir es mit einer Milchsäurevergärung unter Luftabschluss zu tun. Die dazu nötigen Milchsäurebakterien sitzen auf den Blättern des Kohls und müssen nicht zugesetzt werden.

Die äußeren Blätter werden entfernt. Dann wird gehobelt. Frau und Herr Dehmel haben eine mechanische Sauerkrauthobelmaschine mitgebracht und hobeln für alle Teilnehmer.


Burghard hat sich schnell eingearbeitet und darf als einziger mithelfen.
Dann kommt Salz hinzu, wir nehmen
9 g Salz auf 1 kg Weißkohl.
Jetzt wird gestampft. Die Zellen des Weißkohls müssen zerstört werden und Flüssigkeit muss austreten. Dafür kann man die Faust nehmen, aber es gibt auch Hilfsgeräte mit denen Kinder besonders gern arbeiten.


Die Teilnehmer konnten ihr eigenes Gefäß mitbringen und füllen es nach und nach nicht ganz bis unter den Rand. Dabei muss das Kraut so fest wie möglich eingedrückt (verdichtet) werden. Über jeder Schicht soll Flüssigkeit stehen.

Zum Schluss muss alles Kraut mit Wasser bedeckt sein und darf nicht an die Oberfläche kommen. Deshalb wird es mit einem geeigneten Hilfsmittel wie Steine, Deckel usw. unten gehalten

Nun beginnen die  Milchsäurebakterien mit ihrem Job bei 20-22 Grad. In der Wärme sollen soll das Gefäß nur 3 Tage bleiben, dann geht es für 2-3 Wochen in einen Raum mit ca. 15 Grad. Je länger der Kohl im Warmen steht, desto saurer wir das Sauerkraut. Jetzt kann man es schon essen. Es kann aber auch in einem noch kühleren Raum nachgären.

Bildest sich weisser Schaum oder eine Kahmschicht muss sie immer wieder abgeschöpft werden. Die Gefäßränder und auch das Beschwerungshilfsmittel dann immer wieder gut reinigen.

! Das Sauerkraut muss immer unter Wasser sein. Ist nicht mehr genügend vorhanden, kann man mit einer Salzlake auffüllen.